Samstag, Dezember 09, 2006

Es weihnachtet oder so...

Ihr Lieben Vorweihnachts-stress-Verweigerer,

Seid ihr schon alle in guter Hoffnung dieses Jahr endlich die neue X-Box unter dem Weihnachtsbaum begrüssen zu dürfen? Die Wahrscheinlichkeit liegt bei minus 100%. Dafür liegt garantiert wieder viel Schokolade unter dem Baum, der zumindest bei uns dieses Jahr tatsächlich ein vorher lebendiger Baum sein wird. Zurück zu den Wurzeln, zurück zum entwurzelten Baum. (kleine greenpeacsche Denkanregung zu dieser besinnlichen Zeit).
Weihnachten, das Fest der Liebe. Seit neun Tagen befindet sich unsere WG schon in der besinnlichen Zeit. Da habe ich doch angenommen, dass wir uns vielleicht ein wenig näher kommen. Oder zumindest hatte ich angenommen, dass dieses ganze einlullende Weihnachtsgeplänkel mich irgendwie apathatisch stimmen würde und ich in meiner WG so richtig aufblühe.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt, doch was kommt dann?
Gestern morgen lag ein Zettel auf dem Tisch. Darauf stand in lieblicher Schrift ein Grüsschen von Severin. Er werde nach der Arbeit direkt nach "Basel" gehen (der richtige Ort ist mir bekannt) und ich hätte sturmfreie Bude!!! Mal überlegen, "sturmfrei" bedeutet ohne Sturm. Und wenn ohne Sturm ohne Severin heisst, dann ergibt das nach Eva Klein folgende Schlussfolgerung: Severin ist ein Sturm, sprich stürmisch!!!! und ich dachte immer er wäre wohl eher ein Föhnlein, das sich verirrt hat. Naja, lange Rede kurzer Sinn, ich freute mich auf die sturmfreie Bude und erklärte meine WG zur Severin-freien Zone und begrüsste kurze Zeit später in verführerischer Pose meinen Liebsten. Unglücklicherweise, kehrte Severin so gegen halb eins in der früh zurück und drang in die Severin-freie Zone ein. (vielleicht hat er sich ja verkleidet und darum reagierte die Alarmanlage nicht) Zum Glück ist mein Zimmer Sperrgebiet Nummer eins und Private Severin legte sich schön artig auf sein Nachtlager. Ich hatte mich eigentlich auf ein fröhlich romantisches Frühstück mit meinem Liebsten am nächsten Morgen gefreut. Doch jetzt war die Sturmfreie Bude wieder Föhnlein Revier. Und tatsächlich, als ich schlaftrunkend um zehn Uhr aufgestanden bin, habe ich in Severins weihnachts verträumte Augen geblickt. und da sprang der Funke auf einmal über. (der Weihnachtsfunke mein Liebster, keine Angst) Und plötzlich sah die ganze Situation viel besinnlicher und friedlicher aus.
Vielleicht war es jedoch auch nur die Tatsache, dass er gerade dabei war das Haus zu verlassen. Mmmhh, war das ein leckeres Frühstück.

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