Samstag, Dezember 30, 2006

süsser die Glocken nie klingen...

Liebe Weihnächtler und Neujahrserwarterer,

Und wieder ist ein Jahr vorbei. Langsam entdecke ich ein gewisses System in der Jahresrechnung. So nach 25 Jahren Silvester sollte man den Dreh schon raus haben. (den Dreh des Champagnerkorken?!?) Auf jeden Fall habe ich die Nase voll von Glitzer und Champagner und Party und Leute Knutschen, die ich nicht kenne (und nicht kennenlernen will). Letztes Jahr bin ich dem entgangen. Ich war ganz brav bei der Arbeit. Und hatte ein ausgedehntes Sylvesterfest bis in die frühen Abendstunden des neuen Jahres. Diesmal nicht. Habe ich mir zumindest gesagt. Ich arbeite jedoch trotzdem. mal schauen. Vielleicht finden sich im Neuen Jahr in diesem Blog ein paar Erkenntnisse und Blackouts.
Neues Jahr neues Glück... und das kann ich gebrauchen. Ihr könnt es euch ja denken, Severin.
Von der Prinzessin zum Aschenbrödel (ohne haselnüsse). Das Luftschloss ist zerplatzt und ein Gefühl von was wäre wenn... ist bei mir eingekehrt. Severin ist zwar immer noch nett und lieb und nicht fassbar, in seinem Kern war er das schliesslich immer. Doch ich habe echt geglaubt, dass ich in ihm dem WG-Sinn geweckt habe.
Man stelle sich folgendes vor: Die ganze WG darf sich mit meinem Drucker vergnügen. Das habe ich bekanntgemacht und dieses Angebot wird mehr oder weniger genutzt. Und weil Severin eines der letzten Blätter bedruckt hat, brachte er mir eine neue Packung mit. Da schlug mein Herz in unvorstellbare Höhe. juhuiiii, WG-Prinzip (Geben und Nehmen) begriffen.
Am späteren Abend widmete er sich sogar der WG Abrechnung. Und was fand sich da wieder? 5.80 Fr. für das Druckerpapier....

Ätsch pätsch, mein Druckerpapier kostete nur 5.-Fr. und ich habe es selbst bezahlt.
Vielleicht sollte ich eine eigene Abrechnung entwerfen. Da könnte ich ja auch Mietzinsen und Abnützungsgebühr für meine CDs verrechnen, die Severin neuerdings ziemlich gerne hört.

So fertig gemotzt. Der letzte Blog im alten Jahr sollte doch etwas festlicher sein. lasst es krachen und wer im neuen Jahr neben einem Menschen erwacht, den er im alten Jahr noch nicht kannte, der ist um einen Freund reicher. hehehe

Mittwoch, Dezember 13, 2006

and the oscar goes to severin

jawoll meine Lieben, Liebsten und Allerliebsten...

Ich verleihe Severin einen Oscar. Und zwar verleihe ich ihm den Oscar für aussergewöhnliche Beiträge zu unserer WG zum Glück. Man stelle sich folgende Situation vor: ich komme nach einem langen langen Sonntag nach hause, schlurfe von Gemütlichkeit angeheitert in mein Zimmer und entdecke ein mir unbekanntes Objekt auf meinen Kissen. Langsam nähere ich mich diesem Objekt und mit jedem Schritt kann ich das unbekannte Objekt besser identifizieren. Und siehe da, auf meinem Kissen lag ein kleines Säcklein mit einer mit Liebe umgebundenen tiefsee blauen Schleife. Und in diesem Säcklein waren selbstgebackene Plätzchen. Mailänderlini, Zimtsterne, Spitzbuben, Zitronenglasierte Engelchen. Mal unter uns, von euch glaubt doch auch niemand an Wichtelmännchen? Also durchforschte ich mein Gehirn nach Sherlokscher Art nach irgendwelchen Anhaltspunkten. Und siehe da, nach Eva Klein gab es nur eine Antwort: SEVERIN!!!

Meine lieben Severinkenner und Severin-nicht-kenner,
Falls mein Blog bei euch den Eindruck erweckt haben sollte, dass es die Hölle sein muss in dieser WG zu leben und das Severin höchstpersönlich der Teufel in Engelsgestalt ist, dann muss ich euer Urteil über Severin schnellsten korrigieren.
Aufgepasst: Er kommt manchmal ein wenig spiessig herüber. Und fassbar ist er für mich immer noch nicht. Aber er ist ein sehr liebevoller Mensch, und das mein ich nicht nur wegen der Plätzchen. Ich glaube, dass unsere WG einfach eine gewisse Zeit brauchte und weiterhin braucht, um sich zu einer Gemeinschaft von Freunden zu entwickeln (Schniif, schön gseit).

Ich halte euch auf dem Laufendem. Und falls sich meine neu gewonnen Erkenntnis über Severin als Luftschloss entpuppt, dann war ich wenigstens eine zeitlang Prinzessin.

Samstag, Dezember 09, 2006

Es weihnachtet oder so...

Ihr Lieben Vorweihnachts-stress-Verweigerer,

Seid ihr schon alle in guter Hoffnung dieses Jahr endlich die neue X-Box unter dem Weihnachtsbaum begrüssen zu dürfen? Die Wahrscheinlichkeit liegt bei minus 100%. Dafür liegt garantiert wieder viel Schokolade unter dem Baum, der zumindest bei uns dieses Jahr tatsächlich ein vorher lebendiger Baum sein wird. Zurück zu den Wurzeln, zurück zum entwurzelten Baum. (kleine greenpeacsche Denkanregung zu dieser besinnlichen Zeit).
Weihnachten, das Fest der Liebe. Seit neun Tagen befindet sich unsere WG schon in der besinnlichen Zeit. Da habe ich doch angenommen, dass wir uns vielleicht ein wenig näher kommen. Oder zumindest hatte ich angenommen, dass dieses ganze einlullende Weihnachtsgeplänkel mich irgendwie apathatisch stimmen würde und ich in meiner WG so richtig aufblühe.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt, doch was kommt dann?
Gestern morgen lag ein Zettel auf dem Tisch. Darauf stand in lieblicher Schrift ein Grüsschen von Severin. Er werde nach der Arbeit direkt nach "Basel" gehen (der richtige Ort ist mir bekannt) und ich hätte sturmfreie Bude!!! Mal überlegen, "sturmfrei" bedeutet ohne Sturm. Und wenn ohne Sturm ohne Severin heisst, dann ergibt das nach Eva Klein folgende Schlussfolgerung: Severin ist ein Sturm, sprich stürmisch!!!! und ich dachte immer er wäre wohl eher ein Föhnlein, das sich verirrt hat. Naja, lange Rede kurzer Sinn, ich freute mich auf die sturmfreie Bude und erklärte meine WG zur Severin-freien Zone und begrüsste kurze Zeit später in verführerischer Pose meinen Liebsten. Unglücklicherweise, kehrte Severin so gegen halb eins in der früh zurück und drang in die Severin-freie Zone ein. (vielleicht hat er sich ja verkleidet und darum reagierte die Alarmanlage nicht) Zum Glück ist mein Zimmer Sperrgebiet Nummer eins und Private Severin legte sich schön artig auf sein Nachtlager. Ich hatte mich eigentlich auf ein fröhlich romantisches Frühstück mit meinem Liebsten am nächsten Morgen gefreut. Doch jetzt war die Sturmfreie Bude wieder Föhnlein Revier. Und tatsächlich, als ich schlaftrunkend um zehn Uhr aufgestanden bin, habe ich in Severins weihnachts verträumte Augen geblickt. und da sprang der Funke auf einmal über. (der Weihnachtsfunke mein Liebster, keine Angst) Und plötzlich sah die ganze Situation viel besinnlicher und friedlicher aus.
Vielleicht war es jedoch auch nur die Tatsache, dass er gerade dabei war das Haus zu verlassen. Mmmhh, war das ein leckeres Frühstück.

Sonntag, Dezember 03, 2006

München und Severins Kollege

Servus oder sali ihr Lieben,

Ich war mit meiner Liebsten (man erinnere sich an Aless) in München für ein paar Tage. Wir haben alles gegeben, um die bayrische Tradition eins zu eins zu erleben. Das bedeutet: Weissbier und Currywurst!!!! Das verhängnisvolle an dieser Traditionsstudie ist die Tatsache, dass ich als Vegetarier mich nicht vollumfänglich hineinknien konnte, sollte oder mochte? Doch nichts in unmöglich (auch in der Stadt des VW-Autos). Ich bekenne mich schuldig. JAAAAA!!!!! ich habe tatsächlich eine Currywurst gegessen. Zum Glück hatte ich noch mit den Problemen des Vorabends zu kämpfen. Sprich: ich hätte wahrscheinlich alles gegessen, damit es mir besser geht. Doch mal unter uns (Fleisch)fressern, ist die Currywurst nicht nur eine Wurst? So wie bei uns eine Wurst eine Wurst ist? Ich stell die Frage mal auf den Rost, auf dem die Wurst gebraten werden soll. Fazit von München: Glühwein gibts an jeder Ecke, genauso wies an jeder Ecke einen Weihnachtsmarkt gibt. UND ein normales Bier umfasst in München 5dl, ein Glas Wein 2dl. Hach die Welt könnte so einfach so schön sein...

So nun aber zu einem Thema, das in Bezug auf meinen WG Blog von breiterem Interesse sein könnte. Als ich von München nach Hause kam, total erschöpft und verschwitzt, freute ich mich auf eine leere Wohnung, ein heisses Bad und ein Glas Wein (neu jetzt 2dl). Doch dem war nicht so. Schon von weitem erkannte ich den hellen Schimmer Licht, der schüchtern von Severins Zimmer in die dunkle Nacht entwich. Eigentlich habe ich ja damit gerechnet, dass Severin zu hause ist. Doch was nun kam, liess all meinen guten Glauben an die Gerechtigkeit auf dieser Welt verschwinden. Severin hatte Besuch.
Ein Kollege, nennen wir ihn mal Luigi (wobei sich das absolut nicht auf seine Herkunft beziehen soll, da er kein Südländer ist, leider). Man stelle sich einen grossen Mann mit schwarzen kurzen Haaren vor, der vor zehn Jahren an irgendeiner Technoparty hängengeblieben ist und kreuze diesen Mann mit der Lieblichkeit und Anständigkeit von Severin und voilà LUIGI ist geboren.
Es bot sich mir eine Herzzerreissende Szene als ich nach hause kam. Sie waren nämlich beide in der Küche und haben brav zusammen gekocht (nicht dass ich etwas gegen kochende Männer habe). Also tat ich, was ich in solchen Situationen immer tue, ich flüchtete...